Mombach bleibt Soziale Stadt
Minister verspricht: Sanierungen des Bolzplatzes und der Hauptstraße laufen über Landesprojekt
Aufatmen im nördlichsten Mainzer Stadtteil: Nach zähen Verhandlungen und einem Lokaltermin in Mombach versprach Innenminister Karl Peter Bruch , dass das Förderprogramm Soziale Stadt weiter
- laufen kann. Jetzt muss nur noch der Lerchenberg bangen.

MOMBACH. Irgendwann während des gestrigen Termin vor Ort auf dem verschneiten Bolzplatz unterhalb der Friedenskirche sprach Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) die ersehnten Worte. "Wir machen das im Rahmen der Sozialen Stadt", sagte der Innenminister zur geplanten Sanierung des Fußballplatzes.

Damit hatten die Bemühungen von Oberbürgermeister Jens Beutel, Finanzdezernent Kurt Merkator und der Landtagsabgeordneten Ulla Brede-Hoffmann (alle SPD) ihr Ziel erreicht. "Die Soziale Stadt läuft in Mombach weiter. Das ist die wichtigste Nachricht für heute", fasste Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler (SPD) sichtlich erfreut zusammen.

Die Mittel für die Sanierung des Fußballfeldes und des naturnahen Spielplatzes an der Köppelstraße hatte die Stadt zwar schon eingestellt, doch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hatte die Projekte wieder gestoppt. Hintergrund dieser Entscheidung war die Finanznot der Stadt und fehlende zusätzliche Einnahmen, berichtete Brede-Hoffmann. Zugleich hatte die ADD allerdings den Haushalt der Domstadt mit den Kosten für die Soziale Stadt genehmigt. "Aus dieser Zwickmühle mussten wir wieder herauskommen", so Brede-Hoffmann. Da sollte der gemeinsame Termin in Mombach beitragen.

Vor allem Lossen-Geißler und Martina Kracht, die Mombacher SPD-Chefin, betonten die Bedeutung des Fußballfeldes für die Anwohner. Das überzeugte den Minister: Bis zu 70 000 Euro darf die Überarbeitung kosten. Denkbar sind unterschiedliche Beläge, selbst ein Kunstrasen ist im Gespräch. Nur eine Bedingung stellt das Land, das 80 Prozent der Kosten für die Soziale Stadt trägt: Der Bolzplatz "Am Mahnes" darf keine Konkurrenz für andere Sportstätten sein. Gesichert sind auch die Überarbeitung des naturnahen Spielplatzes an der Köppelstraße für 30 000 Euro und die Neugestaltung der Hauptstraße.

Während sich die Mombacher freuen, müssen die Lerchenberger weiter bangen: Dort ist die Zukunft der Sozialen Stadt weiterhin unklar.

 Heiko Beckert


Quelle: Mainzer-Rheinzeitung Archiv  05.01.2010