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Parteien
streiten über Wohnbau MOMBACH. Die Wohnbau will in den kommenden Jahren zehn neue Gebäude an der Suderstraße errichten. Das Echo der Parteien im Ortsbeirat ist geteilt: Während Ralf Gerz (FDP) von einem "Schritt in die richtige Richtung" sprach, befürchtet Christian Moerchel (CDU) eine "zweite Zwerchallee" in Mombach - keine angenehme Situation für Tilman Weyel, der das Projekt vorstellte. Laut Planung soll das Gebäudeensemble aus zehn Häusern zwischen Suderstraße, "Auf der langen Lein" und "An der Plantage" in den nächsten zehn Jahren schrittweise abgerissen und neu aufgebaut werden. Pro Haus rechnet die Wohnbau mit Kosten von 1,7 Millionen Euro, dazu werden für weitere Arbeiten noch 400 000 Euro pro Haus veranschlagt. Insgesamt wären das 21 Millionen Euro. Baustart könnte Ende 2010 sein. Die Planungen befinden sich aber noch im Anfangsstadium, betonte Weyel. Die stadtnahe Gesellschaft hofft auf eine Rendite von 4,2 Prozent. Eine Sanierung der heruntergekommenen Bauwerke rechne sich nicht. Deshalb sollen leer stehende Häuser abgerissen werden. Die neuen Bauten werden altengerecht sein und einen besseren Zuschnitt haben. Zudem müssen die Häuser höhere Energiesparstandards erfüllen. Das Wohnangebot richtet sich Weyel zufolge an untere und mittlere Einkommensschichten. Das bedeutet aber nicht, dass die Bewohner der Häuser verdrängt werden sollen: "Wir wollen die Mieter sehr gern dort leben lassen", so Weyel. Derzeit wohnen auf dem 17 000 Quadratmeter großen Gelände 221 Menschen in 120 Wohnungen. 23 weitere Einheiten sind ungenutzt. "Es ist allemal eine Verbesserung", befand Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler (SPD). Ansgar Helm-Becker (Grüne) bemängelte allerdings die lange, für Mieter belastende Bauzeit. Ganz anders sieht das die CDU: "Wir sind mit dieser Bebauung nicht glücklich", betonte Fraktionssprecherin Heike Saebel. Mombach habe bereits sehr viel sozialen Wohnungsbau, so Saebel. Moerchel kritisierte, dass das Projekt "kein Versuch ist, den Stadtteil nachhaltig zu verändern". Er kündigte an, dass die Union die Geschäftsführung der Wohnbau zum Verkauf des Areals drängen will. Ziel ist es, dort Einfamilienhäuser zu bauen. "Wir werden uns zu wehren wissen", kündigte Saebel gegenüber der MRZ an. "40 Jahre alte Fehler" sollten sich nicht wiederholen. Auf ganz andere "Fehler" verwies Dieter Müller in der Fragestunde für Bürger. Ihm zufolge wurden einige der Gebäude im Dritten Reich von sowjetischen Gefangenen errichtet. (be) |
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Quelle: Mainzer-Rheinzeitung Archiv 07.11.2009 |
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