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Der neu konstituierte Ortsbeirat setzt sich Ziele: Aufwertung von Hauptstraße und Sportplätzen Viele neue Gesichter gibt es im Mombacher Ortsbeirat, und auch das Kräfteverhältnis unter den Parteien hat sich deutlich verschoben. Dennoch bleibt eigentlich vieles beim Alten: In Mombach hat wieder die Ampel das Sagen. MOMBACH. Fast alles ist anders und vieles bleibt doch gleich: So könnte die Ausgangsposition für den Mombacher Ortsbeirat zu Beginn der neuen fünfjährigen Sitzungsperiode beschrieben werden. Zwar sind mit Martina Kracht, Vorsitzende der Mombacher SPD, Karin Lieber und Vahide Harlos von der CDU, Peter W. Vollmer (FDP), Markus S. Wetter (Grüne) und Markus Kirschner (ÖDP) viele neue Kräfte in das Gremium eingezogen - mit der ÖDP sogar eine neue Partei. Doch die "bewährte Ampelkoalition" (Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler, SPD) aus Sozialdemokraten, Grünen und FDP verfügt über eine satte Mehrheit von acht Stimmen. CDU, ÖDP und Reps bringen es nur auf fünf Stimmen. Zudem ist Stadtrat Christian Moerchel (CDU) wieder beratendes Mitglied im Ortsbeirat. In der Ampel hat sich das Stimmgewicht verschoben: Grüne und FDP haben je einen Sitz dazugewonnen, beide verfügen jetzt über zwei Sitze. Die SPD hat dagegen einen eingebüßt. Ebenfalls einen Sitz verloren haben die Union, deren Fraktion nun aus drei Frauen besteht, und die Republikaner. Nach der Vereidigung der Beiratsmitglieder und der Ortsvorsteherin wurden auf Vorschlag von Horst Böcher (SPD) zwei stellvertretende Ortsvorsteher gewählt. Überraschend schlug Andreas Mörbel (Reps) Heike Saebel (CDU) als Kandidatin für das Amt der 2. stellvertretenden Ortsvorsteherin vor. Sie lehnte das Ansinnen aber ebenso ab wie ihre Faktionskollegin Karin Lieber, die von ÖDP-Mann Kirschner vorgeschlagen wurde. So setzten sich ohne Gegenkandidaten Ansgar Helm-Becker (Grüne) als 1. und Ralf Gerz (FDP) als 2. Stellvertreter durch. Beide hatten diese Ämter schon in der vergangenen Sitzungsperiode, wenn auch in umgekehrter Reihenfolge, inne. Nur wenige politische Institutionen seien so nah am Bürger wie der Ortsbeirat, betonte Finanzdezernent Kurt Merkator (SPD), der die Sitzung leitete. Er ermutigte die Mitglieder zur "Basisarbeit für die Demokratie". Und da gibt es in Mombach einiges zu tun, wie Lossen-Geißler aufzählte: Reduzierung der Emissionen, Aufwertung der Hauptstraße, Verbesserung des ÖPNV und der Sportstätten hat sie unter anderem auf ihrer Liste. Karin Balmer, die für 19 Jahre im Ortsbeirat die Ratsmedaille der Stadt erhielt, Reinhard Toobe (beide SPD), Wolfgang Krämer, Maria-Theresia Gresch und Horst Borchert (alle CDU), die der Ortspolitik Lebewohl sagten, werden hier nicht mehr helfen können. Heiko Beckert |
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Quelle: Mainzer-Rheinzeitung Archiv 28.08.2009 |
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